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Galaabend 150 JAHRE HAMBERGER

Aus kleinen Anfängen im Jahr 1866 haben die Generationen Hamberger in 150 Jahren ein weltweit bedeutendes Unternehmen aufgebaut. Die fünfte Generation hat das Ruder übernommen und eine sechste wächst heran: Doch das wirklich besondere ist, dass sie die Wechsel der einen auf die andere Generation geräuschlos hinbekommt. "Das ist wie ein roter Faden", meinte dazu Peter Hamberger in seinem Rückblick auf 150 Jahre Firmengeschichte. Mit rund 700 Gästen und Geschäftspartnern aus aller Welt wurde am 02.06.2016 ein außergewöhnlicher Galaabend gefeiert.



Wenn das Unternehmen etwas anpacke, dann richtig und durchdacht, erklärte Peter Hamberger in seiner Begrüßung. Dieses Motto habe schon für Franz Paul Hamberger gegolten, der das Unternehmen 1866 gegründet hatte. Und genau dieses Motto zog sich auch gestern durch einen stimmungsvollen Festabend, der musikalisch unter der Leitung von Cornelia von Kerssenbrock von Orchester, Chor und Solisten von Gut Immling im zum Festsaal umfunktionierten Parkettwerk 4 umrahmt wurde. 

Charmant führte Moderatorin Eva Grünbauer von SAT 1 durch den Abend und entlockte Peter Hamberger und Dr. Peter M. Hamberger das ein oder andere Geheimnis. Neugierig war auch sie, wie der Unternehmerfamilie das Weitergeben der Verantwortung immer wieder gelinge: "Es ist die Liebe zum Betrieb und die Fähigkeit zur Geduld, gab Dr. Peter M. Hamberger schlagfertig zur Antwort. Er steht zusammen mit seinem Vater seit 2002 dem Unternehmen vor, das in 90 Ländern der Welt liefert und rund 2400 Mitarbeiter und Niederlassungen hat. 

Landrat Wolfgang Berthaler eröffnete den Reigen der Festredner und sagte über die Familiendynastie: "Sie weiß, wer sie ist, und sie weiß, was sie will." Als ehemaliger Banker lobte der Landrat auch die Firmenkultur. "Ein Familienunternehmen neigt weniger zu Verschuldung und hat ein intensiveres Verhältnis zu den Mitarbeitern." Und er wagte einen Vergleich zum Festivalorchester: "Sie hauen auf die Pauke und spielen die erste Geige." Er sei stolz, ein solches Unternehmen in seinem Landkreis zu haben.

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die an diesem Abend auch in ihrer Funktion als stellvertretende Ministerpräsidentin Bayerns anwesend war, hob vor allem die Innovationskraft und den Weitblick der Unternehmensführer vor dem Hintergrund der jeweiligen Herausforderungen hervor, die sich dem Unternehmen stellten.  

Mit einem Rückblick von der Gründung bis zum Jahr 2000 startete Peter Hamberger eine Zeitreise durch 150 Jahre Hamberger Firmengeschichte. 

"Am Anfang stand eine zündende Idee - im wahrsten Sinn des Wortes", meinte der 79-jährige Gastgeber und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Denn Franz Paul Hamberger gründete 1866 eine Zündholzfabrik, nachdem er zunächst mit einem Handels- und Trausportbetrieb sein Geld verdient hatte. Erst 117 Jahre später sollte dieser Zweig des Unternehmens geschlossen werden. Die 'kleinen Zündhölzer bildeten Keimzelle und Grundlege zum Aufstieg des heutigen mittelständischen Unternehmens.

Bereits dieser Bauernbub aus Westerndorf bei Frasdorf zeigte unternehmerische Qualitäten, die bis heute die Familie prägen: Mut, Weitblick, Entschlossenheit, Diversifikation. Bald kamen zu den Zündhölzern eine Ziegelei, ein Gutshof, ein Sägewerk. Jede Generation sorgte dafür, dass das Unternehmen wuchs und dass Rückschläge überwunden wurden.

Dr. Peter M. Hamberger wagte einen Blick in die Zukunft: "Mein Ziel ist es, dass wir fit für das 21. Jahrhundert sind, und unserem Motto ,Seit 150 Jahren mit der Zukunft verwurzelt' treu bleiben", so der 49-jährige Unternehmenschef. Tradition und Fortschritt sollen weiterhin der Maßstab bleiben. 

Stehende Ovationen gab es am Schluss für den 79-jährigen Seniorchef und Firmenpatriarchen Peter Hamberger und seine Lebensleistung.


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